Künstler:
Elisabeth Mücksch (Sopran)
Johanna Gröhn Veit (Alt)
Friedrich Bracks (Tenor)
Jonathan Müller Saretz (Bariton)
Michael B. Gernert (Bass)
(*1990)
Johannes Brahms (1833-1897)
(*1945)
(1902-1974)
(1874-1934)
(1585-1655)
(*1976)
(1922-2011)
(1873-1916) -
(1875-1962)
(*1973)
(1934-2016)
Susanne Westenfelder, Musiktheoretikerin und Musikjournalistin, schreibt im Booklet zur neuesten Ergänzung der Calmus-CD-Bibliothek Liebesleid u.a.: „Im Jahr 2017 veröffentlichten die beiden Forscher Kazuma Mori und Makoto Iwanaga eine Studie. Das Ergebnis: Lieder, die einem die Tränen in die Augen treiben, scheinen auf uns einen kathartischen Effekt zu haben, uns zu beruhigen und hernach sogar ein Wohlgefühl zu bescheren. Eine deutsche Zeitung schloss daraus, was wir alle schon geahnt haben: Musik hilft gegen Liebeskummer. Tränenschwere Lieder gegen tränenschwere Lider.“
Dieser Mission nimmt sich Calmus auch im Konzert an – gewohnt stil- und epochenübergreifend. Sie bewegen sich zwischen Barock (Johann Grabbe: Lasso, perché mi fuggi) und zeitgenössischer Musik (Gordon Kampe: Je deviens fou…) und machen dabei auch einen Zwischenhalt in der deutschen Romantik mit Werken von Johannes Brahms sowie einen weiteren mit Volksliedgut der britischen Inseln (aus: John Rutters Five Traditional Songs). Herausragende Arrangeure haben ihnen außerdem einige der Liebeslieder-Dramen auf den Leib geschneidert. Dazu gehören Haus- und Hofarrangeur Juan M.V. Garcia mit Hallelujah (Leonard Cohen) und Another Love (Tom Odell) sowie Ex-King‘s-Singer Philip Lawson mit dem titelgebenden Arrangement von Fritz Kreislers Liebesleid. Denn neben all dem Herzschmerz bleibt am Ende wohl auch immer die Gewissheit: „Und bist du mal betrübt, verzag‘ nicht, denn immer wird‘s so sein wie heut‘: auf Liebesleid folgt Liebesfreud.“
Getragen von Innovation, Hingabe und Freundschaft begeistert das Leipziger Calmus Ensemble seit über 25 Jahren mit stilistisch vielseitiger Vokalmusik. Die fünf Sänger:innen verbinden klassische Werke von Renaissance bis Romantik mit Neuentdeckungen, Uraufführungen und Arrangements aus Pop, Jazz und Folk. Ihr Markenzeichen: reiche Klangfarben, Homogenität, Liebe zum Detail und eine textnahe Interpretation der Musik. Zahlreiche Kompositionsaufträge – u.a. an Paul Moravec, Mia Makaroff oder Bernd Franke – zeigen ihr Engagement für zeitgenössische Musik. Einen Teil seiner Zeit widmet Calmus der Nachwuchsförderung: Workshops und Jurytätigkeiten gehören zum Alltag der Sänger:innen, zuhause in Leipzig und unterwegs, u.a. als Pat:innen des Rundfunkjugendchores Wernigerode, bei der HfM Saar Summer School oder bei der Internationalen Masterclass für Chordirigieren in der Bayerischen Musikakademie Marktoberdorf. Zu den jüngsten Höhepunkten zählen Konzerte in der Elbphilharmonie und im Konserthuset Stockholm sowie das gemeinsame Musizieren mit Sir John Rutter und Dozieren vor 1.500 Sänger:innen beim Chortag im Mainzer Dom.